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Tschüss Kater Paul – Willkommen Kater Tyson

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Lange haben wir nicht überlegen müssen, ob wir für Paul einen Nachfolger suchen wollen. Die Antwort lautet eindeutig JA! Die Gründe dafür waren einfach. Zum Einen denke wir weiterhin, dass Katze Lilli eine Kollegen braucht, der auch 4 Beine und einen Schwanz hat. Im Double macht es vieles einfacher, auch für Katzen.

Zum Anderen aber glauben wir, dass es auch für uns Menschen gut ist, die Lücke, die Paul definitiv hinterlassen hat, wieder zu schließen.

Das ging schnell

Wir hätten nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde, aber es dauert nicht lange. Die Suche nach einem Nachfolger für Paul führte sehr schnell zu einem Treffer. Wir vermeiden absichtlich den Begriff „Ersatz für Paul“, weil er in seiner Art und der Bedeutung für uns nicht zu ersetzen ist. Aber nachfolgen darf gerne Tyson, auch ein grauer mächtiger BKH Kater. Tyson wohnt jetzt seit dem 22.04.2018 bei uns.

Rassekatzen als Anlageobjekt

Wenn man die Anzeigen auf den Webseiten durchgeht, dann stellt man fest, dass viele Verkäufer anscheinend nur darauf aus sind, möglichst viel Geld mit ihrer „gebrauchten“ Katze zu verdienen. Ich finde das erschreckend. Da darf ein Kater 3 bis 4 Jahre fleißig Nachwuchs zeugen und dann muss er weg – für möglichst viel Geld. Es gibt private Anbieter, die wollen 1.400 EUR für einen ausgewachsenen Kater. Ich verstehe solche Leute nicht, es scheint heutzutage nur noch ums Geld zu gehen!

Wie ist das alles passiert?

Wo sucht man heutzutage Dinge? Richtig, im Internet. Da lässt es sich auf der Couch auch wunderbar surfen. Auf Deine Tierwelt gibt es eine echt riesige Auswahl an Haustieren, die ein neues zu Hause suchen. Und so sind wir auf Tyson gestoßen.

Tyson musste leider sein Zuhause verlassen, beim Sohn der Familie hat sich die Tierhaarllergie mit Beginn der Pubertät verschlimmert und er konnte mit Tyson und seinen Partner Othello nur noch mit medikamentöser Unterstützung zusammenleben. Leider kein Zustand auf Dauer. Das Erstaunliche bzw. Erschreckende ist, dass uns die Anzeige deshalb ins Auge fiel, weil Tyson verhältnismäßig wenig kosten sollte, wenig für eine Rassekatze. Wir haben lange mit der Familie telefoniert und viele Infos ausgetauscht und wir merkten gleich, da meint es jemand Ernst, wenn er sagt: „Wir suchen das beste Zuhause für Tyson, wir wollen kein Geld verdienen“.

Wir selbst scheinen auch ganz gut gepasst zu haben, zumindest haben uns Tysons Vorbesitzer das Vertrauen geschenkt und uns Tyson überlassen. Also sind wir nach Braunschweig gedüst und haben ihn abgeholt. Und ja, er sieht Paul schon sehr ähnlich, ist das gleich „Modell“ BKH lilac. Das war aber eher Zufall, denn wir haben nach Menschen gesucht, die es beim Verkauf eines Tieres ehrlich meinen.

Tyson ist 3 Jahre alt, kommt aus Aachen, ist reinrassig aber ohne Stammbaum. Die Vorbesitzer haben Wert darauf gelegt, dass sie ein Tier kaufen, dass nicht kaputtgezüchtet wurde auf Teufel-komm-raus. Also kommt Tyson aus einer gesunden Familie ohne Stammbaum, was uns aber herzlich egal ist.

Ängstlich und zurückhaltend

Wir haben viel gelesen, dass Katzen ungern umziehen und ihr Zuhause verlassen. Und jetzt kann ich sagen: Das stimmt! Es ist erstaunlich, wieviel Angst ein mächtiger 7,5-Kilo-Kater haben kann. Wir haben Tyson sein Domizil erst mal in Filips Zimmer eingerichtet, ohne Kontakt zur Lilli und all-inclusive. Katzenklo, Kratzbaum, Futter, Wasser, alles im Wellnessbereich verfügbar. Und was macht Tyson? Er verkriecht sich unter der Heizung, bis er entdeckt, dass er sich prima auf Filips Hochbett verstecken kann – um dann wie auf dem Bild zu sehen nur ganz dezent die Welt zu beobachten. Die Welt, die für ihn sehr böse zu sein scheint.

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Wie haben ihn dann mal in Ruhe gelassen, waren einfach nur in seinem Zimmer und haben mit ihm geredet. Anfänglich wollte er auch nichts fressen, was uns große Sorgen bereitet hat. Wenigstens hat er getrunken. Alles in Allem aber für Tyson sicherlich nicht die schönste Zeit in seinem Leben.

Zwischendrin war der Schrank in Filips Zimmer sein größter Freund, da konnte man wunderbar über die Hangelleiter vom Bett aus rüber balancieren und sich vor bösen Händen in Sicherheit bringen. Auch wenn wir ihn gerne geknuddelt hätten, irgendwie war das niedlich. So ein großer Kerl und so zart besaitet.

Tyson entdeckt das Haus

Aber es wird besser, Woche für Woche. Susi und Filip hat er bereits ins Herz geschlossen. Er ist ein echter Kuschelbär und lässt sich ausgiebig kraulen und durchwuscheln. Ich selbst bin nicht sein größter Freund. Ob es daran liegt, dass ich zu große bin und meine Stimme zu dunkel ist, weiß ich nicht. Jedenfalls nimmt er gerne noch Reißaus, wenn ich ins Zimmer komme. Mal sehen, ob das noch besser wird, ich hoffe es.

Jetzt hat er schon Susis Atelier im Dachgeschoss für sich entdeckt. Da kann man wunderbar auf dem Fensterbrett lehnen und alles von oben beobachten. Vor allem der Blick nach draußen aus dem dritten Stock scheint ihm zu gefallen.

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Das Erdgeschoss macht ihm noch zu viel Angst, scheint es. Mal sehen, wann sich das gibt. Mach weiter so lieber Tyson und komm auch mal ins Erdgeschoss!

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